Fairphone – ein Schritt in die richtige Richtung

Smartphones – jeder hat heutzutage eines, aber kaum einer weiss woher all die Komponenten und Materialien kommen aus denen es hergestellt ist geschweige denn wo welche Teile hergestellt wurden. Die Leute die 2013 Fairphone ins Leben gerufen haben, setzten sich bereits seit 2010 mit diesen Fragen auseinander. Auf Auftrag mehrerer NGOs versuchten sie die Gesellschaft für die Probleme von Konfliktmaterialien in elektronischen Geräten aus der Republik Kongo zu sensibilisieren. Viele der Minen in Kongo werden von Warlords kontrolliert welche die Minenarbeiter ausnehmen um das Geld welches sie von ausländischen Firmen erhalten in ihre Kriege zu investieren.

2013 wollte der Gründer Bas van Abel zusammen mit einigen weiteren Mitarbeitern herausfinden wie schwierig es denn wäre ein faires Smartphone aus ausschliesslich konfliktfreien Materialien zu produzieren und so entstand das Projekt Fairphone.

Nachdem bereits zu Beginn einige grössere Firmen und Organisationen aufgesprungen sind um das Projekt zu unterstützen wurde geplant 25’000 Stück zu produzieren sofern die Produktionskosten durch genügend Vorbestellungen (5000) erreicht werden sollte.

Ursprünglich sollten die ersten Fairphones bereits im Herbst (also jetzt :)) ausgeliefert werden, allerdings schien es bei einigen Fragen der Produktion doch schwieriger als gedacht die richtigen Partner zu finden und so wurde der Release auf Dezember verschoben.

Technische Details

Das Fairphone ist nicht nur fair, es macht auch optisch und technisch was her.

Das Fairphone unterstützt DualSim
  • QuadCore Prozessor
  • DualSim
  • Primäre Kamera 8 MP
  • Sekundäre Kamera 1.3 MP
  • 4.3“ qHD Display (960×540 pixels), Dragontrail Glass
  • 16 GB Memory
  • 1 GB RAM

Die vollständigen technischen Spezifikitionen gibts auf der offiziellen Website.

Als Betriebssystem wird eine angepasste Android-Version verwendet werden welche liebevoll auf den Namen „Fairphone OS“ getauft wurde. Details dazu seht ihr im Video.

Bestellung

Das Fairphone kann bisher nur in Europa vorbestellt werden. Die Kosten werden auf der Webseite mit ungefähr € 325 angegeben, ungefähr daher weil die Steuern sowie die Versandkosten von Land zu Land differieren können. Mich hat die Bestellung € 281,89  gekostet. Davon sind € 5.79 Versand und € 7.50 Überweisungsgebühren an PayPal. Ich kann mir jedoch vorstellen dass mir der Zoll noch etwas draufschlagen wird.

Bis jetzt sind rund 17’500 Fairphones verkauft, wer noch eines will kann also noch immer eines bestellen.

Fazit

Ich finde die Idee des Projektes gut und unterstütze es auch, mein Fairphone ist bereits bestellt und ich freue mich darauf es im Dezember im Briefkasten zu haben. Da ich bisher eher kleiner Smartphones gehabt habe (HTC Desire, HTC Desire S) mit weniger als 4“ Displaygrösse, weiss ich noch nicht ob 4,3“ mir vielleicht schon etwas zu gross sind. Auch wenn das Fairphone nicht technisch nicht unbedingt mit den aktuellen Top-Smartphones mithalten kann, finde ich die Ausstattung ausreichend, für einige könnte dies jedoch der Ausschlag sein das Phone nicht zu kaufen.
Ich kann auch verstehen dass noch nicht alles an diesem Fairphone 100% fair ist, da dies heutzutage einfach noch gar nicht möglich ist, trotzdem kann der Erfolg dieses Projektes andere Hersteller dazu bringen sich in diesem Bereich mehr anzustrengen.

Weitere Infos

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